Heilige und Seelige

      Heilige und Seelige


      Markgraf von Österreich, Nationalheiliger Österreichs

      * um 1075 [?] (Melk)

      + 15.12.1136 (Klosterneuburg)

      Gedenken: 15.11.


      Heiliger Leopold III.


      „Unter anderen Beispielen der Heiligkeit hat die göttliche Barmherzigkeit der Welt einen leuchtenden Stern geschenkt, den heiligen Leopold, den Fürsten Österreichs, genannt der milde Markgraf… Er ragte hervor durch gute Sitten, Milde und Wohlwollen, war berühmt für seine Einfachheit, Enthaltsamkeit und Freigebigkeit. Seine Lauterkeit, seine Lebensführung, Demut, Frömmigkeit und sein Glaube waren bei den Christgläubigen dermaßen geachtet, dass er von allen Deutschen bisher stets einstimmig als ein Heiliger geehrt wurde. Von seiner Großzügigkeit und seinem christlichen Glaubenseifer künden noch jetzt mehrere hochberühmte Klöster, die von ihm entweder mit reichen Mitteln gegründet oder mit großen Stiftungen bereichert wurden…"


      Diese Worte höchsten Lobes sind in der päpstlichen Bulle vom 6. Jänner 1485 nachzulesen, mit der Papst Innozenz VIII. die Heiligsprechung Markgraf Leopolds III. rechtfertigte. Die Verehrung, Leopold schon bald nach seinem Tod am 15. November 1136 durch das Volk genossen hatte, wurde damit offiziell anerkannt.



      Er entstammte dem Adelsgeschlecht der Babenberger, die seit 976 die bayrische Ostmark regierte, aus der allmählich die österreichischen Kernlande entstanden. Sein Vater, Markgraf Leopold II., residierte auf der Burg Gars am Kamp, wo er im Jahr 1095 starb und begraben wurde. In Gars ist wohl auch sein Sohn und Nachfolger, Leopold der III., um 1073 geboren worden. Als Schüler des hl. Bischofs Altmann von Passau, der von seinem Bischofssitz vertrieben worden war und in seiner Gründung in Göttweig lebte, erhielt der junge Leopold eine sorgfältige Erziehung. Als er nach dem Tode des Vaters die Herrschaft über die Mark übernahm, geschah dies in einer unruhigen friedlosen Zeit: Der Streit zwischen Papst und Kaiser über die Einsetzung der Bischöfe (Investiturrecht) war noch nicht beigelegt. Er gründete die Klöster Klosterneuburg (1114), Heiligenkreuz im Wienerwald (1133) und Kleinmariazell (1136). – In der schon erwähnten Bulle heißt es:



      „Vierzig Jahre regierte er das Land Österreich, und, was besonders viel bedeutet, in höchst unruhigen Zeiten…
      Als Deutschland von Kriegen, Brand und Verwüstung heimgesucht wurde, hat er mit höchster Gerechtigkeit,
      Demut und Ruhe die Regierung geführt, und während andere Länder unter Moral und Blutvergießen litten,
      hat er die ihm anvertraute Mark Österreich in gottgefälligem Frieden erhalten."



      Leopold kann uns daher ein Ansporn zum Frieden sein, der bekanntlich in der Familie beginnt. Er ist Landespatron von Wien und Niederösterreich

      der Hl Nikolaus

      Gedenktag 5.12.




      Nikolaus (Name bedeutet: der Sieger über das / aus dem Volk [griech.]) trat in das seiner Heimatstadt nahgelegenen Kloster von Sion ein und wurde um 300 zum Metropoliten von Myra geweiht. Während der bald darauf einsetzenden Christenverfolgung wurde er um 310 gefangen genommen und gefoltert. 325 nahm er am 1. Konzil von Nicäa teil.


      Verbreitete Legenden über Nikolaus erzählen: In einer verarmten Familie konnte er durch gezielte Geldgeschenke, die er heimlich durchs Fenster und durch den Kamin in die darin aufgehängten Socken warf, verhindern, dass der Vater seine drei Töchter zur Prostitution bewegen musste.

      Drei zu Unrecht zum Tod Verurteilte konnte er retten, indem er im Traum dem Kaiser erschien und um ihre Befreiung bat; in anderer Version rettete sie Nikolaus, indem er das Schwert des Henkers abwehrend ergriff. Um ein in Seenot geratenes Schiff mit drei Pilgern, die von Ephesus ausfuhren und das für eine christliche Kapelle bestimmte heilige Öl in den Diana-Tempel zurückzubringen sollten, zu retten, begab er sich an Bord, stillte den Sturm und brachte das Schiff sicher in den Hafen. Drei Jungen fielen auf der Suche nach Arbeit dem Metzger in die Hände, der sie in ein Pökelfass steckte und zu Wurst verarbeiten wollte; sie waren schon zerteilt, als der Bischof davon erfuhr und sie wieder zum Leben erweckte. Vom 15. Jahrhundert an verbreitete sich die Legende von den Getreidehändlern: Nikolaus erbat bei einer Hungersnot in Myra von jedem der für den Kaiser in Rom bestimmten Schiffe nur 100 Scheffel und versicherte, dass durch sein Gebet nichts bei der Ablieferung fehlen werde, was sich bewahrheitete; Nikolaus aber konnte seine Gemeinde auf Jahre niaus ernährenund sogarSaatgut austeilen.

      Gedenktag 12.12.

      Vicelin (Vizelin) von Oldenburg
      Gedenktag katholisch: 12. Dezember
      Gedenktag evangelisch: 12. Dezember
      Name bedeutet: ?
      Bischof von Oldenburg, Glaubensbote unter den Wenden
      * um 1090 in Hameln (?)
      + 12. Dezember 1154 in Neumünster



      Vicelin besuchte in Bremen die Schule, studierte in Frankreich, wurde 1126 in Magdeburg von Norbert von Xanten zum Priester geweiht und von == Adalbero von Bremen mit der Mission unter den Wenden in Holstein beauftragt, der aber kein Erfolg beschieden war. Er gründete dabei die Stifte Neumünster und Segeberg. 1149 wurde er zum Bischof von Oldenburg ernannt, konnte aber das Amt nicht antreten und musste in seinem Kloster in Neumünster residieren.
      Gedenktag: 4.12.




      Barbara war vielleicht Märtyrerin unter Galerius Valerius Maximinus, genant Daja. Sie ist aber eine historisch eher unwahrscheinliche Figur, dennoch eine der bekanntesten christlichen Heiligen.

      Ausführlich berichten die Legenden von Barbaras Schönheit und ihrem scharfen Verstand. Eines Tages habe sie ihre Eltern gefragt, ob die Götter Menschen gewesen seien und warum man diese und nicht eine unsterbliche Gottheit anbete. Sie richtete in einem Brief ihre Fragen an Origines, der ihr als der gelehrteste Weise von Alexandria genannt war. Durch den Priester Valentinus schickte er ihr die Antwort. Barbara bezeichnete den Besucher als Arzt, damit ihr Vater den Besuch zuließ; Valentinus belehrte und taufte sie.

      Nach anderen Fassungen der Legende wurde Barbara von ihrem heidnischen Vater, dem reichen Dioskuros von Nikomedia, in einen Turm geschlossen, weil er auf seine bildschöne und verführerisch junge Tochter eifersüchtig war und sie am Heiraten hindern wollte. Während der Vater auf Reisen war, ließ Barbara sich taufen: vom Heiligen Geist erleuchtet, sei sie in ein heidnisches Opferbecken gestiegen und habe die Taufe durch Johannes, den Täufer, der ihr erschien, erhalten.

      Noch anders wird erzählt und teilweise dargestellt, dass Barbara den Vater um den Bau eines Bades gebeten habe. Nachdem sie nicht die vom Vater angeordneten zwei Fenster, sondern drei als Zeichen der Dreieinigkeit habe anbringen lassen, ein Kreuz mit der Hand in den noch feuchten Putz gedrückt und ein kostbares Kreuz auf den Sockel eines gestürzten Götterbildes gestellt habe, empfing sie im Bad ihres luxuriös eingerichteten Turmes die Taufe. Dem von einer Reise zurückkehrenden Vater, der sie empört über den veränderten Bau zur Rede stellte, offenbarte sie sich als Christin. Der Vater wollte sie deswegen erschlagen lassen, aber auf wunderbare Weise fand sie einen Weg aus dem Turm, floh und fand Unterschlupf bei einem Hirten. Der verriet den nach Barbara suchenden Häschern ihren Aufenthaltsort in einer Höhle und wurde dafür zur Strafe von Gott in einen Mistkäfer verwandelt - nach anderer Überlieferung wurde er zu Stein und seine Schafe zu Heuschrecken.

      Hl. Stephanus

      Gedenktag :26.12.




      Stephanus war der erste von sieben Diakonen der urchristlichen Gemeinde in Jerusalem; diese Diakone waren von den Aposteln durch Handauflegung geweiht worden. Sie waren zugleich für die Glaubensverkündigung zuständig wie auch für die sozialen Belange der Gemeinde und hatten den Rang von Gemeindeleitern, die in ihrer Bedeutsamkeit nahe an die Apostel heranreichten (Apostelgeschichte 6, 1 - 7). Stephanus galt als herausragender Prediger.

      Durch eine seiner Predigten geriet Stephanus mit den hellenistischen Juden Jerusalems in Konflikt. Sie brachten ihn unter dem Vorwurf der "Reden wider die heiligen Stätten und das Gesetz" vor den Hohen Rat (Apostelgeschichte 6, 8 - 15). Er durfte seine Verteidigungsrede, in der er seinen christlichen Glauben bekannte, nicht zu Ende führen. Die Richter sahen sein Antlitz wie das eines Engels strahlen, hielten sich aber die Ohren zu vor seiner flammenden Verteidigungsrede, mit der er sein Bekenntnis durch Berufung auf Mose und die Propheten ablegte. Die in Apostelgeschichte 7, 2 - 53 wiedergegebene, eindrucksvolle Rede belegt, dass Stephanus noch vor Paulus den universellen Anspruch des Christentums verkündete.

      Hl. Silvester

      Gedenktag 31.12.







      Silvester I. wurde wohl noch vor Beginn der Christenverfolgungen des Diokletian im Jahr 284 zum Priester geweiht; er trat sein Amt als römischer Bischof im Jahr 314 an, ein Jahr, nachdem die römischen Kaiser Konstantin, der Große, und Licinius 313 die christliche Kirche anerkannt hatten und das Christentum zur Staatsreligion erklärt hatten. Diese Ereignisse, weithin legendär überhöht, begründen Silvesters Bedeutsamkeit, sein eigenes Wirken hat dazu wenig beigetragen.

      Die meist im 5. Jahrhundert entstandenen Legenden berichten Silvesters Standhaftigkeit während der noch andauernden Verfolgungen: Er warnte den Statthalter, der ihn zwingen wollte, die von ihm verwahrten Besitztümer von Christen herauszugeben, bis dieser beim Essen an einer Fischgräte erstickte. Er heilte und bekehrte den angeblich aussätzigen Kaiser; die Legende sagt auch, dass er Konstantin getauft habe, was geschichtlich nicht haltbar ist. Diese Legende ging aber auch in die "Konstantinische Schenkung" ein, eine gefälschte Urkunde, die zur Legitimation der Besitzansprüche und Herrschaftsrechte des Papsttums diente, derzufolge Konstantin dem Bischof die Stadt Rom und das ganze Abendland zu eigen gab und ihm das Tragen der kaiserlichen Insignien erlaubte.

      Die Überlieferung berichtet von einem Streitgespräch, das Silvester mit zwölf jüdischen Rabbinern geführt hat, weil Helena ihren inzwischen getauften Sohn Konstantin zum Judentum bekehren wollte. Silvester obsiegte im Disput gegen elf der gelehrten Juden; der zwölfte töte einen Stier, damit er ihn wieder zum Leben erwecken und so die Kraft seines Glaubens beweisen könne; was dem Rabbiner aber misslang, konnte Silvester sofort vollbringen, worauf die Rabbiner und Helena sich sofort taufen ließen. Heidnische Priester bekehrte Silvester demnach, indem er einen Drachen bezwang.

      Silvester hatte die Aufgabe, die Kirche organisatorisch und spirituell auf die neue Situation einzustellen. Das innerkirchlich wichtigste Ereignis seiner Amtszeit war das von Konstantin einberufene Konzil von Nicäa im Jahr 325; Silvester nahm daran nicht selbst teil, sondern entsandte zwei Presbyter, bestätigte aber die Beschlüsse. Über der Priscilla-Katakombe ließ er eine Kirche bauen.
      Gedenktag 3.2.



      Blasius war von Beruf Arzt und wurde Bischof von Sebaste, damals Hauptstadt der römischen Provinz Armenia. Unter Kaiser Licinius erlitt er das Martyrium.

      Nach der Legende soll Blasius sich wegen der Christenverfolgung in einer Höhle versteckt haben, wo er von wilden Löwen, Tigern und Bären bewacht wurde. Vögel trugen ihm Nahrung zu, er segnete wilde Tiere und heilte ihre Verletzungen. Die Jäger fanden kein Wild mehr, da sich alle Tiere zu Blasius geflüchtet hatten. Aus dieser Einsiedelei heraus habe er sein Bistum geleitet. Eine arme Frau, die durch Blasius' Gebet ihr vom Wolf geraubtes Schwein zurück erhalten hatte, ernährte ihn, brachte Schweinskopf, Brot und Kerze, für ihn hatte sie das wiedererlangte Schwein geschlachtet. Sie erhielt den Auftrag, jährlich in seinem Namen eine Kerze zu seinem Gedächtnis zu opfern.

      Christus offenbarte Blasius dann eines Tages, dass die Stunde seines Martyriums gekommen sei. Er wurde trotz seiner tierischen Leibwache verhaftet und vor den Statthalter Agricola gebracht, weigerte sich aber, die Götterbilder anzubeten, und wurde ins Gefängnis geworfen. Im Gefängnis soll er einen Jungen, der eine Fischgräte verschluckt hatte, durch sein Gebet vor dem Erstickungstod gerettet haben. Durch seine Standhaftigkeit erbittert, ließ der Statthalter ihm mit eisernen Wollkämmen die Haut zerfetzen. Sieben Frauen sammelten sein Blut, wurden auch festgenommen und mit Kämmen gemartert; als der feurige Ofen, in den sie geworfen werden sollten, vor ihnen erlosch, wurden sie enthauptet. Nun wurde Blasius mit zwei Gefährten in einen Teich geworfen, er machte das Kreuzeszeichen über dem Wasser, Christus erschien, und trockenen Fußes schritten sie an Land. Die Heiden aber, die es ihnen gleichtun wollten, ertranken. Vor der Hinrichtung betete Blasius darum, dass alle, die ein Übel an der Kehle oder sonst ein Siechtum haben, Erhörung fänden, wenn sie in seinem Namen um Gesundung bäten. Eine Stimme vom Himmel versicherte ihm die Gewährung dieser Bitte. Mit den beiden Gefährten wurde er enthauptet.

      Heiliger Valentin



      Heiliger Valentin

      14. Februar


      Heiliger
      Valentin von Terni


      Lebensdaten

      geboren im 3. Jahrhundert
      gestorben wahrscheinlich 268

      Vita

      Valentin von Terni hat vor allem durch Bräuche, die sich mit seinem Gedenktag und seiner Verehrung als Beschützer der Verliebten verbinden, Bedeutung erlangt. Valentin war im 3. Jahrhundert Bischof von Terni. Der Überlieferung nach hat er um 268 das Martyrium erlitten.

      Legenden erzählen, dass er als Bischof immer wieder hinaus auf die Straßen ging, um das Evangelium zu verkünden und die Menschen in ihrem Glauben zu unterstützen. Es heißt, er habe den Menschen, die vorbeikamen, bunte Blumensträuße aus seinem Klostergarten geschenkt. Den Männern der Stadt soll er empfohlen haben, doch lieber bei ihren Frauen und Kindern zu bleiben statt in den Krieg zu ziehen. Darüber sei der Kaiser so verärgert gewesen, dass er Valentin töten ließ.

      Valentin von Terni wurde schon früh verehrt, und es ist davon auszugehen, dass sein Kult bereits im 4. Jahrhundert Rom erreichte. Der Heilige ist im Laufe der Geschichte immer wieder mit anderen Trägern seines Namens verwechselt worden. An der Via Flamina in Rom gab es zwei Grabstätten, die je einem heiligen Valentin zugeordnet werden. Über einer dieser Grabstätten in der Nähe von Terni gab es im 8. Jahrhundert eine Valentinsbasilika, die vermutlich zu Ehren des heiligen Valentin von Terni gebaut wurde. Reliquien des Heiligen werden in Worms und in Kiedrich im Rheingau verehrt.

      Brauchtum

      Weit verbreitet ist der Brauch, sich zum Valentinstag Blumen zu schenken, um sich die gegenseitige Liebe auszudrücken. Die Traditionen des Valentinstag gehen auf verschiedene heidnische Bräuche zurück: So wurde im alten Rom am 14. Februar der Göttin Juno, der Schützerin von Ehe und Familie, gedacht. Anlässlich dieses Tages wurden den Frauen in den Familien Blumen geschenkt.

      In Hansestädten gab es an diesem Tag ein Freundschaftsmahl verschiedener Zünfte. Eine weitere Tradition besagt, dass eine junge Frau genau den Mann heiraten wird, den sie am 14. Februar als ersten erblickt. In England gibt es den Brauch, an diesem Tag anonyme Liebesbriefe zu verschicken. In Frankreich, Belgien und später auch in Amerika entwickelte sich seit dem 14. Jahrhundert die Tradition, am 14. Februar junge Paare per Los als Valentin und Valentine füreinander zu bestimmen.

      Namensbedeutung

      Valentin ist eine Weiterbildung von 'Valens' und bedeutet "der Gesunde" oder "der Starke" (lateinisch).

      Namensableitungen

      Von 'Valentin' lassen sich folgende Namen ableiten: Valentius, Valentian, Valtin, Veltin, Vältin, Valten, Velten, Valentine, Valentino, Valente, Felte, Feltes, Welty.

      Darstellung

      Valentin von Terni wird als Bischof dargestellt, manchmal trägt er ein Schwert. Oft finden sich auf den Abbildungen ein Hahn oder ein verkrüppeltes Kind zu seinen Füßen, was aber wahrscheinlich auf Verwechselungen mit Valentin von Rätien zurückzuführen ist.

      Patron

      Valentin von Terni ist Patron der Jugend, der Verlobten, Reisenden, Imker, für eine gute Heirat, gegen die Pest.










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      Hl. Valentin (Text bei Prinzessin )

      Gedenktag 14.2.
      Valentin war der Überlieferung nach ein armer, ehrsamer Priester, der ein blindes Mädchen geheilt haben soll. Hilfe und Trost Suchenden schenkte er eine Blume aus seinem Garten. Trotz eines Verbotes des Kaisers Claudius II. traute er Liebespaare nach christlichem Zeremoniell und half in Partnerschaftskrisen; deshalb wurde er enthauptet.




      Das Brauchtum, den Valentinstag als Tag der Liebenden zu begehen, weil Mitte Februar die Paarungszeit der Vögel beginnt, geht zurück auf den Festtag für die römische Göttin Juno. Juno, der Schützerin von Ehe und Familie, wurden an diesem Tag Blumen geopfert; den Frauen schenkte man an diesem Tag Blumen. Im Mittelalter kam der Brauch zunächst in Frankreich und England auf. Die Volksüberlieferung sagt, ein Mädchen werde den heiraten, den es am Valentinstag als ersten Mann erblickt; heiratswillige Männer überbringen deshalb möglichst früh am Morgen einen Blumenstrauß. In England schickt man sich am Valentinstag anonyme Liebesbriefe, in Frankreich bestimmt man durch Los Valentin und Valentine, die dann ein Jahr lang eine Art Verlöbnis leben.


      Walburga

      Gedenktag : katholisch und evangelisch 25.Februar

      Walburga war die Tochter des Königs Richard von England und der Wunna und die Schwester von Willibald und Wunibald. Sie wurde um 748 von Bonifatius, dem Bruder ihrer Mutter, mit Lioba und anderen Gefährtinnen als Missionarin nach Deutschland gerufen und lebte als Nonne im Kloster Tauberbischofsheim. Mit drei Ähren habe sie ein Kind vom Hungertod errettet; auf dem Wege zur kranken Tochter eines Burgherrn sei sie von Hunden angefallen worden und habe den ihr zu Hilfe eilenden Knechten zugerufen, sie stehe unter dem Schutz Christi, worauf die Hunde von ihr abließen. 761 wurde Walburga zur Äbtissin des von Wunibald gegründeten Benediktinerklosters in Heidenheim in Franken ernannt; das dortige Doppelkloster war ein wichtiger Missionsstützpunkt. Sie ist dort auch bestattet.

      100 Jahre später kamen Walburgas Reliquien nach Eichstätt in die Kirche St. Walburg. Tropfen, die ihre Grabplatte von Zeit zu Zeit absondert, gelten als das in Fläschchen gefüllte heilkräftige "Walpurgisöl". Walpurgiskraut ist ein Farnkraut, das auf Heidewiesen und trockenen Grashügeln wächst; es wird neben die Milchkannen gelegt, soll gegen Verhexung der Milch schützen und für reichen Rahm sorgen. Auf Brot verfüttert, steigert es die Fruchtbarkeit der Rinder.

      Die "Walpurgisnacht" vom 30. April auf den 1. Mai hat inhaltlich keinen erkennbaren Zusammenhang mit der Heiligen; manche Überlieferungen berichten aber von ihrer Kanonisation durch Papst Hadrian II. - er regierte von 867 bis 872 - an einem 1. Mai, und in England wurde ihr Gedenktag am 1. Mai begangen.

      Bild: Stich von Ludwig Seitz, 19. Jahrhundert: Walburga auf dem Weg zur Burg - die Hunde lasssen auf ihr Wort von ihr ab (Bild oben )
      Gedenktag : 19.März



      Joseph war der Vater - oder Ziehvater - Jesu, da nach altchristlicher Überzeugung Jesus der Sohn Gottes ist und durch den Heiligen Geist im Schoß der Jungfrau Maria gezeugt wurde.

      Joseph stammte aus dem Geschlecht des Königs Davids, aus dem nach dem Zeugnis des Alten Testaments der Messias hervorgehen werde. Er lebte als Zimmermann in Nazareth und war der Verlobte von Maria, der Mutter Jesus - nach späterer Überlieferung als alter, 80-jähriger Mann. Als er erfuhr, dass Maria schwanger war, zweifelte er an deren Treue und wollte sich von ihr trennen; doch ein Engel erklärte ihn in einem Traumgesicht, dass Maria "vom heiligen Geist" schwanger sei, und Joseph blieb bei ihr (Matthäusevangelium 1, 18 - 21). Wegen einer von den Römern angeordneten Volkszählung musste er mit der schwangeren Maria nach Bethlehem reisen, wo Jesus geboren wurde (Lukasevangelium 2, 1 - 7). Anschließend flohen sie nach Ägypten, um dem Kindermord des um seine Herrschaft fürchtenden Herodes zu entgehen (Matthäusevangelium 2, 13 - 15), nach dessen Tod im Jahr 4 n. Chr. konnten sie nach Nazareth zurückkehren (Matthäusevangelium 2, 19 - 23). Zum letzten Mal wird Joseph in den Evangelien erwähnt, als er und Maria den zwölfjährigen Jesus im Tempel diskutierend mit den Schriftgelehrten vorfanden (Lukasevangelium 2, 41 - 51).

      Maria: Ann. Verkündigung des Herrn 25. März

      Das Hochfest "Verkündigung des Herrn" an Maria, auch Nunti oder Ancilla genannt. Der Name Annunziata leitet sich von der lateinischen Festtagsbezeichnung "Verkündigung", "Annunziatio", ab. Dies ist der Tag neun Monate vor Weihnachten, an dem der Engelsbote Gabriel Maria mit dem "Englischen Gruß" die Geburt Jesu ankündigte. Maria spann dabei nach der Legende gerade das purpurne Garn für den Tempelvorhang, nach anderen Überlieferungen schöpfte sie gerade Wasser aus einem Brunnen.



      Patronin (an diesem Tag): der Bäcker, Brettschneider, Garköche, Metzger, Weber, Postboten und Zeitungsausträger
      Bauernregeln: "An Mariä Verkündigung / kommen die Schwalben wiederum."
      "Wenn der Sonnenaufgang an Mariä Verkündigung ist hell und klar, / so gibt es ein gutes Jahr."
      "Ist Maria schön und hell, / kommt viel Obst auf alle Fäll."
      "Schöner Verkündigungsmorgen / befreit von vielen Sorgen."
      "Ist Marien schön und klar / naht die ganze Schwalbenschar."
      "Wie Maria fortgegangen / wird Magdalena sie empfangen."

      * Fällt der 25. März in die Karwoche, in die Woche nach Ostern oder auf den Weißen Sonntag (den Sonntag nach Ostern), dann wird das Fest am Montag nach dem Weißen Sonntag nachgeholt - dies ist z.B. im Jahr 2005 der Fall.

      Hl.Rupert von Salzburg Todestag:27.3.



      Rupert stammte wohl aus einer fränkischen Adelsfamilie, wird aber auch als iroschottischer Glaubensbote bezeichnet. Er war Bischof von Worms. Herzog == Theodo von Regensburg berief ihn um 700 nach Bayern; der Herzog unterstützte dann Rupert bei seiner Missionsarbeit bzw. bei der Revitalisierung früherer Missionsversuche nachdrücklich; er schenkte Rupert die Salzquelle in (Bad) Reichenhall und die Stadt Juvavum. Rupert taufte Theodo und veranlasste ihn zu einer gemeinsamen Donauschiffahrt, um an den Ufern entlang bis nach Ungarn das Christentum zu verbreiten. Dabei unterstützt wurde er von Chunialdus und Gislarius. Nach längerer Wirksamkeit in und um Regensburg ging Rupert auch nach Juvavum; die Stadt war durch die Völkerwanderung weithin eine verwüstete und verwaiste Ruinenstadt. Er bewirkte ihren Wiederaufbau, förderte den Salzbergbau, wurde Abt im von ihm gegründeten Kloster St. Peter und erster Bischof dieser Stadt. Er gründete auch das Frauenkloster St. Erentrud auf dem Nonnberg.

      Rupert starb wohl in Salzburg, er wurde im neuerbauten Dom der Stadt beigesetzt. Heute ruhen Reliquien im Dom und in der Abteikirche St. Peter, der 24. September ist der Tag der Überführung der Gebeine und gilt als Landesfeiertag in Salzburg. Rupert wird auch als Apostel Bayerns besonders verehrt

      Karsamstag- Ostersonntag



      Ostern ist neben Pfingsten das älteste und es ist das höchste Fest der Christenheit. Seine Wurzeln liegen im jüdischen Passah- (Pessach)-Fest. Das deutsche Wort "Ostern" leitet sich vom indogermanischen Wort für "Morgenröte" ab. Die Osterzeit beginnt mit dem Ostermorgen und endet 50 Tage später mit Pfingsten.

      Bis zum 3. Jahrhundert feierte man Ostern als einen Festtag, im 3. Jahrhundert wurde dann die Woche vorher, die Karwoche, als Vorbereitungszeit zur Fastenzeit; im 4. Jahrhundert wurden die "drei heiligen Tage" von Gründonnerstag Abend bis Ostersonntag Morgen als Höhepunkt des Kirchenjahres eingeführt.

      Das 1. Konzil von Nicäa legte fest, dass der Ostersonntag am 1. Sonntag nach dem 1. Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert wird. Daraus ergibt sich, dass der Ostersonntag nach dem im Westen gültigen gregorianischen Kalender frühestens am 22. März, spätestmöglich am 25. April stattfindet. Die orthodoxen Kirchen berechnen Ostern nach dem julianischen Kalender (=> Kalenderwesen), der gegenüber unserem gregorianischen derzeit um 13. Tage zurückhinkt. Nach orthodoxer Tradition darf Ostern außerdem nicht vor oder zusammen mit dem jüdischen Passahfest gefeiert werden. Deshalb feiern orthodoxe und westliche Kirchen das Osterfest meist an unterschiedlichen Sonntagen.

      Traditionell wird in orthodoxen und katholischen Kirchen, zunehmend auch in protestantischen, die Osternacht gefeiert. Die Liturgie der Osternachtfeier besteht traditionell aus vier Teilen:

      Die Lichtfeier hat neben dem "Halleluja"-Ruf das Licht als wichtigsten Bestandteil. Meist erhalten die Gottesdienstteilnehmer bereits am Eingang der Kirche eine Kerze, die dann an der "Osterkerze" entzündet wird. Gelegentlich wird sogar ein richtiges "Osterfeuer" entfacht. Solche Feuer wurden bereits in heidnischer Zeit praktiziert: man versuchte, mit diesem Frühlingsfeuer die Sonne magisch auf die Erde herab zu ziehen. Die ersten christlichen Osterfeuer gab es um 750 in Frankreich, seit dem 11. Jahrhundert sind sie im deutschsprachigen Raum verbreitet. Auch Flammenräder ließ man von Hügeln hinabrollen. Heute steht die Osterkerze im Mittelpunkt der Osternachtfeier. Erstmals erwähnt wurde eine Osterkerze 384 in Piacenca in einem Brief von Hieronymus. Spätestens 417 gebrauchte sie Papst Zosimus in Rom. Im 10. Jahrhundert etablierte sich die Osterkerze; sie brennt während der ganzen Osterfestzeit bis Pfingsten. Danach wird die Kerze neben den Taufstein gestellt und brennt bei Taufen.
      Wortgottesdienst
      Taufe bzw. Tauferneuerung: Im 4. Jahrhundert wurde die Osternacht zur großen Taufnacht der Kirche, dadurch entstand die Verbindung von Ostern und Taufe. In der katholischen Kirche weiht der Priester in der Osternacht das Taufwasser für das ganze Jahr. Die Gläubigen nehmen das geweihte Wasser mit nach Hause, es soll sie zuhause ebenso so wie ihre Häuser vor Unheil schützen.
      Die Eucharistie- (Abendmahls-)feier als Vergewisserung der Gegenwart des Auferstandenen Christus.

      Hl. Markus Gedenktag 25.4.



      Markus war ein zum Christentum bekehrter Jude. Er wurde als Levit Johannes Markus geboren und war der Sohn einer Maria, in deren Haus die frühen Christen während der Zeit der Christenverfolgung ihre Treffen abhielten (Apostelgeschichte 12, 12) und wo nach der Überlieferung auch das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern stattfand. Die hellenistische Abstammung verrät sein Name Markus und seine Beziehung zu dem Zyprioten Barnabas. Petrus nannte ihn "Sohn" (1. Petrusbrief 5, 13), was auf die persönliche Bindung zwischen den beiden hinweist.

      Markus wurde wahrscheinlich unter dem Einfluss von Petrus zum Christentum bekehrt und wirkte von da an als dessen Dolmetscher, da der kaum griechische Sprachkenntnisse besaß. Er zog zusammen mit seinem Vetter Barnabas und Paulus von Jerusalem auf deren erster Reise wohl im Jahr 44 nach Antiochia in Pisidien - heute Ruinen bei Yalvaç, trennte sich jedoch von ihnen in dem im Süden Kleinasiens gelegenen Perge - heute Ruinen bei Murtana, um nach Jerusalem zurückzukehren (Apostelgeschichte 12, 25 und 15, 38). Er begleitete dann Barnabas um 50 auf dessen Reise nach Zypern, Paulus jedoch weigerte sich, ihn auf weitere Missionsreisen mitzunehmen.
      Während Paulus' erster römischer Gefangenschaft um 60 in Rom traf Markus, der sich auf eine Reise nach Kleinasien vorbereitete, wieder mit Paulus zusammen und sie versöhnten sich (Kolosserbrief 4, 10). Nach der Legende veranlasste Paulus ihn, sein Evangelium zu schreiben, und schickte ihn zunächst nach Aquileia, anschließend nach Alexandria, um das Evangelium zu verkünden


      Markus gilt als Verfasser des gleichnamigen Evangeliums, das er auf der Grundlage von Petrus' Predigten wohl in Rom schrieb. Er zog der Überlieferung nach um 65 nach Alexandrien und gründete die dortige Kirche; als Bischof von Alexandria überfielen ihn demnach christenfeindlich gesinnte Einwohner am Altar und schleiften ihn mit einem Strick um den Hals ums Jahr 67 zu Tode. Ein Unwetter hinderte die Mörder, ihn zu verbrennen; sein Leichnam blieb unberührt liegen, bis Christen ihn bestatten konnten.

      Mit verschiedenen Wundern wird die abenteuerliche Überführung der Gebeine von Alexandria nach Venedig berichtet, die tatsächlich wohl erst im 9. Jahrhundert erfolgte. Ihren Platz fanden sie in der Kapelle der Dogen, später entstand dort zwischen 1063 und 1073 der Dom San Marco. Dabei soll nach der Legende ein Maurer vom Gerüst gefallen, nach seinem Gebet zu Markus aber unverletzt geblieben sein; deshalb wurde Markus Schutzheiliger der Maurer. Reliquien liegen seit 830 auch auf der Reichenau.

      Bei Bauern gilt der Markustag als Lostag für das Wetter. Bittprozessionen über Felder am Markustag haben heidnischen Ursprung.

      Das Pfingstfest



      Das Pfingstfest ist 50 Tage nach dem Ostersonntag, der eigentliche Festtag ist also der Pfingstmontag. Diese Zeitspanne wurde aus der jüdischen Tradition übernommen, das Fest war dort zunächst das Fest der Darbringung der Erstlingsfrüchte im Tempel (2. Mose 23, 16); später als "Wochenfest" bezeichnet (2. Mose 34, 22): immer stärker trat als Inhalt das Danksagen für die Gesetzgebung am Sinai (2. Mose 19 - 24) in den Mittelpunkt. Das Passahfest war in der Erinnerung an den Auszug aus Ägypten die Feier der Unabhänigkeit des Volkes Israel, das Wochenfest wurde immer mehr das Dankfest für die Verkündung der Thora, der "Verfassung" des Volkes vor Gott. Wohl erst im Jahrhundert vor Christi Geburt wurde es 50 Tage (daher der Name: griechisch "Pentekoste", der "50. Tag") nach dem Passah-Fest angeordnet.

      Pfingsten in der Kirche ist das Fest des Heiligen Geistes, der auf die Apostel herabkam, als diese in Jerusalem versammelt waren (Apostelgeschichte 2). Lukas gebrauchte die Erzählelemente der Ereignisse am Sinai für seine Schilderung des Geschehens am Pfingsttage und wollte so deutlich machen: was am Sinai für das
      jüdische Volk geschah, das wiederholte sich Pfingsten für alle Völker: eine neue Gesetzgebung, das Gesetz der Liebe für das "neue Israel", die Kirche. Auch die Sprachverwirrung, die beim Turmbau zu Babel erfolgt war (1. Mose 11, 1 - 9), wurde nun durch die eine Sprache des Geistes überwunden, Verständigung wurde neu möglich unter Menschen und zwischen Mensch und Gott (Apostelgeschichte 2, 6). Pfingsten bildet im Kirchenjahr den Abschluss des Osterfestkreises.

      Im 6. Jahrhundert wurde eine Taube zum Symbol des Heiligen Geistes und damit auch für Pfingsten. Im Mittelalter wurde der Heilige Geist auch in menschlicher Gestalt dargestellt, Papst Urban VIII. untersagte im 17. Jahrhundert solche Darstellungen.

      Johannes der Täufer

      Gedenktag: 24.6.



      Johannes war Sohn der Elisabeth und des Zacharias, er wurde nach der Überlieferung ein halbes Jahr vor Jesus geboren. Der schon alte Priester Zacharias, dessen Ehe lange kinderlos war, opferte im Tempel und erhielt durch den Erzengel Gabriel die Verheißung, dass ihm ein Sohn geboren werde. Zacharias zweifelte, bat um ein Zeichen und wurde vom Engel mit Stummheit geschlagen. Die dann tatsächlich in hohem Alter schwanger gewordene Elisabeth wurde in der Schwangerschaft von Maria besucht, die bei ihr blieb bis zur Geburt des Johannes. Elisabeth, nach der Geburt über die Namensgebung befragt, wusste aus ihrer Eingebung, dass der Knabe entgegen der Familientradition Johannes heißen sollte; gleichzeitig schrieb Zacharias den Namen auf eine Wachstafel, erhielt nun seine Sprache zurück und brach in den im Lukasevangelium (1, 67 - 79) überlieferten Lobgesang aus.
      Johannes trat erstmals im Herbst des Jahres 28 öffentlich als Bußprediger auf, darüber berichtet auch der römische Geschichtsschreiber Flavius Josephus. Er lebte als Asket in der Wüste, wo er "mit rauhem Kamelhaar bekleidet, von Heuschrecken und wildem Honig ernährt" (Markusevangelium 1, 6; Matthäusevangelium 3, 4) geschildert wird, was an Elia erinnert. Er verkündete am Jordan das Kommen des von den Juden ersehnten Messias, vollzog zur Vorbereitung hierauf die Bußtaufe mit Wasser als Symbol für die Rettung im kommenden Weltgericht und versammelte eine Schar von Anhängern um sich. Dabei wurde er vom Fürsten Herodes bespitzelt, vorbeugend von Soldaten umgeben und von den Pharisäern zur Rede gestellt, ob er der Messias sei (Lukasevangelium 3, 1 - 20). Die christliche Kirche sieht in ihm den letzten großen Propheten der biblischen Tradition.

      Hl. Christophorus



      Märtyrer, Nothelfer
      * in Kanaan oder Lykien
      † um 250 (?) in Lykien in der heutigen Türkei (?)

      Um das Leben des Christophorus ranken sich viele Legenden. Er soll nach östlichen Quellen ein hundsköpfiges Ungeheuer gewesen sein, das erst durch die Taufe die Sprache erlernte, den Namen Reprobus annahm, Soldat wurde und als Märtyrer hingerichtet worden sei. Möglicherweise ist der Text einer Handschrift "genere canaaneo", "aus chanaanäischem Geschlecht" als "canineo", "hundsartig", gelesen worden.

      Nach dieser älteren Legende hatte Christophorus "auf wunderbare Weise" die Taufe empfangen und zog nun lehrend und predigend durch die Lande. Er kam zu einem König nach Lykien, wo er die Sprache nicht verstand und verwirrt darniederlag, als man ihn im Gebet fand. Durch dieses Gebet wurde ihm das Verständnis der Sprache erschlossen und er konnte nun auf dem Richtplatz den dort Gemarterten Worte der Stärkung zusprechen. Ein Richter schlug ihn, Christophorus steckte seinen eisernen Stab in den Boden, der grünte und blühte, dieses Wunder bekehrte 8.000 Menschen.

      Der die Christenverfolgung befehlende König ließ Christophorus einkerkern und schickte zwei Dirnen zu ihm, Micäa und Aquilina, die ihn abspenstig machen sollten. Aber sie wurden von Christophorus bekehrt, deshalb vom König grausamen Martern unterworfen und enthauptet. Dann schickte der Herrscher 200 Kriegsknechte aus, um den Riesen zu greifen; sie vermochten es nicht, denn er erhielt übermenschliche Kraft aus dem Gebet. Weitere 200 Knechte wurden ausgeschickt, aber sie bekehrten sich und wurden enthauptet. 400 Bogenschützen sollten ihn nun erschießen, die Pfeile blieben aber in der Luft stehen, und als der König dies für Zauberei hielt, traf ihn ein Pfeil und machte ihn blind. Christophorus sagte zu ihm: "Morgen bin ich tot, dann nimm von meinem Blut, mische es mit Erde, lege es auf dein Auge, und du wirst geheilt." Christophorus wurde dann enthauptet, der König tat nach seinen Worten, wurde sehend und bekehrt. Mühsam schleppten die Kriegsknechte den Leichnam des hundsköpfigen Riesen zum Stadttor hinaus.

      Gedenktag katholisch: 25. Juli
      in Deutschland: 24. Juli